Ausstellung der Werke zum Bundeskunstpreis in der Villa Bosch

Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung

Über den Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung

Den Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung vergibt die Stadt Radolfzell bereits seit 1978 im zweijährigen Rhythmus. Er richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland mit einem Schwerbehindertengrad von mindestens 80 Prozent – geistiger, körperlicher wie psychischer Art. Die Auszeichnung ist bundesweit einmalig und verhalf in den vergangenen 41 Jahren bereits über 6.800 Werken zu einer Würdigung in der Öffentlichkeit.

Weitere Informationen

Der Schwerpunkt der Ausschreibung liegt auf Bildender Kunst. Es werden Skulpturen, Gemälde in Acryl und Öl, Zeichnungen mit Öl- und Wachskreide oder Fineliner, Aquarelle, Linol- und Holzschnitte, Kaltnadelradierungen und Mischtechniken eingereicht. Im Anschluss an die Preisverleihung werden die Werke in der städtischen Galerie Villa Bosch Radolfzell ausgestellt. Die Stadt Radolfzell bietet die Werke im Auftrag der Künstler zum Kauf an.

Der Bundeskunstpreis bietet einen deutschlandweit einzigartigen Rahmen für die Wertschätzung und den öffentlichen Ausdruck von Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung. Werke von hoher künstlerischer Qualität sowie die Personen, die hinter ihnen stehen, erlangen dadurch Geltung und Sichtbarkeit in unserer vielfältigen Gesellschaft.

Die letzte Ausstellung zum Bundeskunstpreis war vom 20. September bis 8. November 2020 in der Villa Bosch zu sehen – darunter waren auch die Bilder der 15 Preisträger*innen des Jahres 2020. Der 23. Bundeskunstpreis wird am 18. September 2022 verliehen. Bis zum 31.03.2022 konnten sich Künstler*innen für die Teilnahme am diesjährigen Bundeskunstpreis bei uns bewerben.

 


Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung 2020

Die Ausstellung für den 22. Bundeskunstpreis mit Behinderung 2020 wurde am 20. September 2020 eröffnet. Es wurden von einer unabhängigen Jury 100 Bilder für die Ausstellung ausgewählt, unter denen sich auch die 15 jurierten Preisträger befinden.

Die Preisverleihung im Radolfzeller Milchwerk, die für den 20. September geplant war, konnte vor dem Hintergrund der Corona Pandemie nicht stattfinden. Die Vorstellung der Preisträger erfolgte daher stellvertretend auf dieser Seite.

Wir freuen uns sehr, dass die Kunst- und Wissenschaftsministern Theresia Bauer die Schirmherrschaft des Bundeskunstpreises 2020 übernommen hatte und bedanken uns sehr herzlich bei ihr und allen beteiligten Unterstützern und Förderern.


Grußworte

Video zur Ausstellung des Bundeskunstpreises 2020

 

Grußworte der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden Württemberg, Theresia Bauer

 

 


Die Preisträger 2020

1. Preisträger Claudia Fuchs

 

Hund – 2019

Kurzbeschreibung Claudia Fuchs „Hund“
„Als ich beginnen wollte, dachte ich, machst du mal einen Hund, der auf dem Hintern sitzt. Und das hab` ich geschafft […] Es sollte eine unkonventionelle Farbe sein, also nicht alltäglich. Etwas weißes mit Flecken, eine Farbe, die ich noch nicht gesehen habe. Man hat ja eine Beziehung zum Hund […]“

Claudia Fuchs fertigt ausschließlich Tierplastiken, z. B. „eine Eidechse oder eine Schnecke, die rotzig die Zunge rausstreckt“.

„Bonus-Statement“ von Claudia Fuchs über die Nachricht, dass sie gewonnen hat:

„Ist ja sowieso ungewöhnlich, dass der Hund am Bodensee gelandet ist. Für mich ist das eine Befriedigung, etwas getöpfert zu haben, wo die Leute gucken gehen.“

Susan Päthke von der „Kreative Werkstatt Lobetal“ übergibt die Urkunde zum 1. Preis an die Künstlerin Claudia Fuchs. (Fotonachweis: Ana F. Furelos)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Die Künstlerin
Claudia Fuchs arbeitet seit 2019 regelmäßig künstlerisch im Atelier der Kreativen Werkstatt Lobetal. Sie arbeitet ausschließlich mit Ton. Ihre Leidenschaft gilt Tieren, die sie plastisch abbildet bzw. Gebrauchsgegenständen, die sie mit Tierplastiken kombiniert.


2. Preisträger Sybille Kautz

 

Frau mit Brille – 2018

Kurzbeschreibung Sybille Kautz „Frau mit Brille“
Sybille Kautz arbeitet überwiegend nach Vorlagen, die sie sich aus Büchern und Magazinen heraussucht. Diese bringt sie frei und eigenwillig aufs Papier. Oft entstehen ganze Serien, weil sie gezielt nach zusammenpassenden Vorlagen sucht. „Frau mit Brille“ ist aus der Serie „Frauenportraits“. Hier hat die Künstlerin über Monate Frauenbilder aus Magazinen neu interpretiert. Die Serie umfasst ca. 30 Werke.

Ellen Se-Baradar, Marcus Eckhoff, Barbara Ranke von „Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH“ übergeben die Urkunde zum 2. Preis an die Künstlerin Sybille Kautz (Fotonachweis: Thomas Pöllmann)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Die Künstlerin
Sybille Kautz zeichnet großflächig und farbintensiv. Sie hat ein gutes Gespür für Formen und Komposition und besitzt eine leidenschaft¬liche Gabe, Vorlagen frei und eigenwillig zu interpretieren. Bevorzugt nutzt sie Buntstifte und trägt diese sehr kräftig auf das Papier auf. Sybille Kautz arbeitet meist nach Vorlagen, die sie sich aus Büchern und Magazinen heraussucht. Ein persönliches Auswahlkriterium ist die große Farbvielfalt in der Anlehnung an Menschen, Tiere, Blumen, Gegenstände. Sie orientiert sich im Prozess zunächst an Konturen, mit denen sie zügig die Komposition auf dem Papier kreiert.


3. Preisträger Karl Gindele

 

Reisende – 2018

Kurzbeschreibung Karl Gindele „Reisende“
Karl Gindele ist Maler und Zeichner aus Leidenschaft. Er liebt unberührte Flächen, um sie dann mit reichlich Farbe, hingeworfenen Linien und kleinen Kohleflächen wieder und wieder neu zu erfinden. Wiederkehrende Themen in all den Jahren waren Menschen, ihre Begegnungen, ihre Art beieinander zu sein. Diesmal „Reisende“, denn er reiste sehr gern und liebt es die Straße im Blick zu haben. Neugierig beobachtete er, wie Menschen kommen und gehen, wie sie sich unterstützen und halten, löst einen kleinen Moment, hält die Zeit an und bildet das Geschehene mit drängenden Strichen ab, übermalt es und endet wo er begonnen hat… dem Gedanken ans Reisen.

Karl Gindele von „Die Zieglerschen – Neuland-Werkstätten Wilhelmsdorf“ übergibt die Urkunde zum 3. Preis an den Künstler Karl Gindele (Fotonachweis: Tamara Grüninger)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Karl Gindele ist Maler und Zeichner aus Leidenschaft. Seit über 35 Jahren kommt er regelmäßig ins Atelier, nahm jährlich an Kunstwerkwochen teil. Seine Bilder sind durch Erlebnisse inspiriert. Menschen wie sie sich begegnen, wie sie sich berühren, wohin sie fahren, gehen, welche Maschinen sie nutzen, wie man sie bedient.
Seine Bilder sind ein Spiegel seiner sensiblen Wahrnehmung und großen Lebensfreude Bildwelten zu gestalten, die Dinge zu verstehen und seine Weisheiten abzubilden.


4. Preisträger Monir Chaatouf

2 Tassen Kaffee in Amsterdam – 2019

Ausstellungen des Künstlers:

07/2018: Gruppenausstellung „Querbeet“ im Rathaus der Stadt Maintal

2019: Dauerausstellung „Kunst macht glücklich“ im Institut Schwing Praxis
Gemeinschaftsausstellung „Wie im Himmel, so auf Erden“ in der Alten Johanneskirche Hanau

Seit 03/2020: Gemeinschaftsausstellung „Nickel und Nickel“ in der Anwaltskanzlei

 

Martina Roth und Nicole Pietschmann vom „Atelier KunstRaum Brockenhaus Hanau“ übergeben die Urkunde zum 4. Preis an den Künstler Monir Chaatouf (Fotonachweis: Andreas Band)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Monir Chaatouf lebt mit seiner Familie in Maintal. Er ist ein Zeichner, der in seiner charakteristischen Art die Vorlagen gekonnt reduziert und den Inhalt auf den Punkt bringt. Jeden Montag und Dienstag zeichnet er im Atelier äußerst konzentriert, am liebsten mit Fineliner. Neben dem Malen zählt das Fußballspielen zu einer seiner weiteren großen Leidenschaften. Er ist als Torhüter in der werkstatteigenen Mannschaft aktiv. Seit einigen Jahren zieren diverse Motive Espressotassen in unserem hauseigenen Café.

5. Preisträger Stavros Tsivalidis

Krönung der Schöpfung – 2019

Ausstellungen des Künstlers:

2018: Dauerausstellung im DRK-Seniorenzentrum „Kleeblatt“

2019: Dauerausstellung „Kunst macht glücklich“ im Institut Schwing Praxis
Gemeinschaftsausstellung „Wie im Himmel, so auf Erden“ in der Alten Johanneskirche Hanau

2020: Gemeinschaftsausstellung in der Anwaltskanzlei „Nickel und Nickel“

 

Martina Roth und Nicole Pietschmann vom „Atelier KunstRaum Brockenhaus Hanau“ übergeben die Urkunde zum 5. Preis an den Künstler Stavros Tsivalidis (Fotonachweis: Stefan Bonifer)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Stavros Tsivalidis lebt mit seiner Familie in Maintal. Er ist ein schüchterner, aber auch sehr herzlicher Mensch. Der stille Grieche entfaltet sein Talent am besten, wenn er jemanden in seiner Nähe weiß und dann seine Schüchternheit überwindet. Am liebsten malt er mit Farbstiften und Edding auf koloriertem Karton.

6. Preisträger Peter Beilstein

Kirche bei Nacht – 2019

Ausstellungen des Künstlers:

2018: Dauerausstellung im DRK-Seniorenzentrum „Kleeblatt“

2019: Dauerausstellung „Kunst macht glücklich“ im Institut Schwing Praxis
Kalenderblatt im Maintal-Kalender 2019 der Bürgerstiftung Maintal „Maintal wächst!“
Gemeinschaftsausstellung „Wie im Himmel, so auf Erden“ in der Alten Johanneskirche Hanau

2020: Gemeinschaftsausstellung in der Anwaltskanzlei „Nickel und Nickel“

 

Martina Roth und Nicole Pietschmann vom „Atelier KunstRaum Brockenhaus Hanau“ übergeben die Urkunde zum 6. Preis an den Künstler Peter Beilstein (Fotonachweis: Agop Talsik)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Peter Beilstein wohnt in einer Wohnstätte des BWMK in Hanau. An den Wochenenden lebt er bei seiner Mutter in Maintal Wachenbuchen. Er ist experimentierfreudig und nimmt gerne neue thematische Herausforderungen an. Besonders aber hat er sich auf die Malerei mit Farbstiften spezialisiert. In seinen Bildern verarbeitet er seine Eindrücke, die alle wichtigen Bereiche seines Lebens darstellen, wie das Leben in der Gesellschaft, das städtische Leben, aber auch Feste und Gottesdienste.

7. Preisträger Björn Heim

Cataluna – 2017

Ausstellungen des Künstlers:

2015 Ausstellung „Kunst kennt keine ‚Krenzen‘“ im Wasserschloss Bad Rappenau

2017 Ausstellung „Herz Licht Farbe!“ im Wasserschloss Bad Rappenau

2016 Ausstellung „AndersARTig“ in Klagenfurt, Österreich

2016 Ausstellung in Mannheim

2018 Ausstellungen „Augenblicke“ und „Werk“ in Eppingen

2019 Ausstellung „Bildlicht gesprochen“ in Eppingen

 

Markus Hertner von der „Kraichgauer Kunstwerkstatt, Sinsheim“ übergibt die Urkunde zum 7. Preis an den Künstler Björn Heim (Fotonachweis: Georg Philipski)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Björn Heim ist seit seiner Kindheit vom Erdmittelalter, der Zeit der Dinosaurier, fasziniert. Daraus resultiert das starke Interesse, das er heute alten geschichtlichen Ereignissen entgegenbringt. In seiner eigenen Welt haben sich die Riesenechsen weiterentwickelt und stellen die andere rationale Lebensform zum Menschen dar. Selbstverständlich sind sie somit bei allen geschichtlichen Ereignissen unserer Erde präsent.
Als Arbeitsmaterial hat er sich für den Fineliner entschieden. Die Kolorierung setzt er mir Farbstiften um. Auf den Bildern stellt er viele Handlungen gleichzeitig dar – eine Comic-Geschichte in einem Bild. Hintergründe und Figu¬ren bilden für den Betrachter interessante Strukturen. Es begeistert die Vielzahl der kleinen Figuren.

8. Preisträger Michaela Mondelo

Dosenmann – 2019

Ausstellungen der Künstlerin:

2016: Mannheim

2018: Ausstellungen Eppingen „Augenblicke“, „Werk“

2019: Ausstellung Eppingen „Bildlicht gesprochen“

 

Markus Hertner von der „Kraichgauer Kunstwerkstatt, Sinsheim“ übergibt die Urkunde zum 8. Preis an die Künstlerin Michaela Mondelo (Fotonachweis: Georg Philipski)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Die Künstlerin
Michaela Mondelo zeichnet ausschließlich mit Farbstiften auf weißem Karton. Sie liebt Theater, Tanz und Mode und setzt diese Leidenschaft in ihren Bildern um.
Ihre Menschen haben eine ausdrucksstarke Körper¬sprache. Sie setzt ihre Figuren stets in eine stimmungs¬volle Umgebung. Seit 2019 arbeitet sie ausschließlich auf großen Formaten (70 x 50 cm).

9. Preisträger Günther Tomschi

Die Expertin – 2019

Ausstellungen des Künstlers:

2017: Ausstellung im Foyer der Deutschen Rentenversicherung Ravensburg

2018: Ausstellung im Bernhäuser Forst, Tagungszentrum des Evangelischen Jugendwerks, Filderstadt
Ausstellung „Das Tanzen auf einem ganz anderen Stern“ in der Stadtgalerie Markdorf

2019: Ausstellung „Fröhliche Menschen arbeiten im Garten“ in der Pädagogischen Hochschule Thurgau, Schweiz
Ausstellung „Schöne Frauen“ in der Direct ART Gallery in Düsseldorf

 

Olaf Sigmund von „Die Zieglerschen – Neuland-Werkstätten Wilhelmsdorf“ übergibt die Urkunde zum 9. Preis an den Künstler Günther Tomschi (Fotonachweis: Tamara Grüninger)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Günther Tomschi ist ein still für sich arbeitender Mann mit einfangenden Blicken. Beim Zeichnen und Malen beschäftigt er sich bevorzugt mit weichen Körpern aus verschiedenen Perspektiven, oft als Ausschnitt irgendwo auf dem kleinen Blatt abgelegt. Vor allem sind es Darstellungen von Frauen oder Pferden, die mit sanfter Strichführung dringlich auf dem Papier aufzutauchen versuchen.
Mit nachahmenden Strichen versucht er die Abgrenzung der Körperlichkeit einzufangen, korrigiert sich und führt das Fremde zu Eigenen. Dabei korrigiert er sich wieder und wieder, bis sich Zufriedenheit einstellt. Der Rest wird zerknüllt, dann lächelt er stumm.

10. Preisträger Gottfried Rathfelder

Das Boot – 2019

Ausstellungen des Künstlers:

2018: Ausstellung „Wege zu Bach – Bildnerische Variationen in der Stadtbücherei Tübingen

2019: Einzelausstellung „Von Engeln, Märchen und Träumen“ in der Kulturscheune Kilchberg
Ausstellung „Sieh, Bach – Bildnerische Variationen“ im Bachhaus Eisenach

2020: Ausstellung „Spitzfindig – geritzt, gefärbt, gedruckt“ in der vhs Tübingen

 

Peter Krullis und Wolfram Karrer von der „Lebenshilfe Tübingen e. V.“ übergeben die Urkunde zum 10. Preis an den Künstler Gottfried Rathfelder (Fotonachweis: Bruder Helmut Rathfelder)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Gottfried Rathfelder lebt in Tübingen bei seiner Mutter und arbeitet in der WfbM in Gomaringen.
Zu seiner künstlerischen Arbeit sagt er: „Am liebsten male ich mit Aquarellfarben oder mache Radierungen, dabei geht es mir gut. In meinen Bildern stelle ich gerne Träume dar und Dinge, die ich mir wünsche. Sehr gerne male ich auch Bilder aus dem Märchen Schneewittchen“. In den letzten Jahren nahm die Kaltnadelradierung in seiner künstlerischen Arbeit mehr und mehr Raum ein.
Mit Hilfe dieser Technik ist auch das ausgestellte Preisträgerbild gestaltet, auf dem er auf eindrucksvolle Weise mit reduzierter Strichführung ein Boot darstellt.

11. Preisträger Dorothea Giraud

Im Verborgenen – 2019
Mit freundlicher Unterstützung von: Kunstverein Radolfzell e. V.

Ausstellungen der Künstlerin:

2013: Filharmonie, Filderstadt
BKP Radolfzell

2015: Galerie im Augustinum, Stuttgart-Riedenberg
BKP Radolfzell

2017: Städt. Galerie Filderstadt (Filderstadt fährt Rad)
Galerie im Augustinum, Stuttgart-Riedenberg

 

Die Künstlerin
Dorothea Giraud verbrachte ihre Schulzeit in Stuttgart und besuchte dort die Karl-Schubert-Schule. Sie arbeitet seit 1984 in den Karl-Schubert-Werkstätten und lebt seit 1994 im Kirschhaus der dortigen Wohngemeinschaften.
Dorothea hat seit ihrer frühen Kindheit viel und gerne gemalt und tut dies noch heute mit Hingabe und deutlich spürbarer innerer Freude.
Zur Anregung sieht sie sich Bilder an und setzt das Gesehene dann in ihren eigenen Bilder um.

12. Preisträger Heike Werner

Familienportrait – 2019

Ausstellungen der Künstlerin:

2019: Ausstellung „Eigensinn“ in der Galerie Kulturhaus Spandau in Berlin

2020: Ausstellung „ah… oh? uh! – überrascht?!“ in der Galerie Kulturhaus Spandau in Berlin
Ausstellung „Eigensinn“ in der Galerie Kulturhaus Spandau in Berlin

 

Frieda Pijorr vom „RC e. V. Berlin“ übergibt die Urkunde zum 12. Preis an die Künstlerin Heike Werner (Fotonachweis: Alexandra Wendt)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Die Künstlerin
Heike Werner arbeitet seit Januar 2019 unter kunstdidaktischer Anleitung und lernt dabei neue Techniken und Materialien zur Erweiterung ihres Selbstausdrucks kennen.
Ihr Fokus liegt dabei auf einer für Sie „realistischen“ Ausdrucksweise, weshalb sie sich verschiedenster Vorlagen (Fotos, Kunstdrucke, Illustrationen, etc.) bedient, diese in ihrem Stil reproduziert und in neue Kontexte setzt.
Sie arbeitet vorzugsweise mit Acrylfarben sowie Acryl-Markern auf großen Formaten.
Das „Familienportrait“ ist die Reproduktion eines Familienfotos, welches bei einer Dampferfahrt im Berliner Regierungsviertel aufgenommen wurde.

13. Preisträger Norbert Wandelt

Ohne Titel – 2017

Ausstellungen des Künstlers:

1991: Einzelausstellung in Lobetal
1999: Ausstellung Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung in Radolfzell am Bodensee
2001: Ausstellung 13. Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung in Radolfzell am Bodensee, 24. Preis von 543 Teilnehmern

Susan Päthke von der „Kreative Werkstatt Lobetal“ übergibt die Urkunde zum 13. Preis an den Künstler Norbert Wandelt (Fotonachweis: Ana F. Furelos)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Norbert Wandelt arbeitet geschätzt seit Ende der 1980er Jahre in der Kreativen Werkstatt und ist nach einer längeren künstlerischen Pause nun wieder aktiv.
Er arbeitet mit großer Hingabe mit Buntstiften. Sein intensiver Farbauftrag verleiht seinen Arbeiten Tiefe.

14. Preisträger Uwe Bretschneider

Ohne Titel – 2014

Ausstellungen des Künstlers:

2018: „Anonyme Zeichner“ Galerie im Körnepark, Berlin
„AnVerWandlungen“ Kunsthaus Achim Freyer, Berlin
„Facetten“ Galerie am Klostersee, Lehnin/Brandenburg

2019: Kaarisilta Biennale 2019 Kaarisilta Art and Activity Center, 15540 Villähde, und Gallery Art Kaarisilta, Helsinki, Finnland

2020: Bundeskunstpreis Radolfzell am Bodensee, Preisträgerausstellung

 

Nina Pfannenstiel von der „Kunstwerkstatt Mosaik Berlin“ übergibt die Urkunde zum 14. Preis an den Künstler Uwe Bretschneider (Fotonachweis: Lucie Marsmann)
Mit freundlicher Unterstützung von:

Der Künstler
Uwe Bretschneider arbeitet seit 1999 ganztags in der Kunstwerkstatt Mosaik Berlin. Die Fruchtbarkeit von Menschen und Tieren, die Schwangerschaft, der Nachwuchs und das Mutter-Kind-Motiv sind seine bevorzugten Themen, die er immer wieder mit neuer Begeisterung aufnimmt. Die repetitive Verwendung der Formen ergibt einen zeichnerischen Rhythmus, der durch die schwarz überzeichneten Einzelheiten eine formale Zentrierung erhält. Uwe Bretschneider zeichnete viele Tage an diesem Bild, das Teil einer Serie ist.

15. Preisträger Gabriele Beer

Tag und Nacht – 2016

Ausstellungen der Künstlerin:

2017: Ausstellung „Schneewittchen“ im Kunsthaus Cajeth, Heidelberg

2018: Ausstellung „AnVerWandlungen“ im Kunsthaus Achim Freyer Stiftung, Berlin

2020: Preisträgerausstellung Bundeskunstpreis Radolfzell am Bodensee

 

Nina Pfannenstiel von der „Kunstwerkstatt Mosaik Berlin“ übergibt die Urkunde zum 15. Preis an die Künstlerin Gabi Beer (Fotonachweis: Lucie Marsmann)

Mit freundlicher Unterstützung von: Kunstverein Radolfzell e. V.

Die Künstlerin
Gabriele Beer arbeitet seit 1998 ganztägig als Künstlerin in der Kunstwerkstatt Mosaik Berlin. Sie zeichnet vornehmlich mit Buntstiften. Oft bringt sie Filzstiftskizzen mit figürlichen Motiven von Zuhause mit und setzt diese dann großformatig mit Buntstiften um. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine lebendige, oft strahlende intensive Farbigkeit aus. Ihre Motive findet sie auf Süßigkeitentüten und Zeitschriften, aber auch in Filmen. Sie bevorzugt gruselige, unheimliche Themen, die sie in einer Weise darstellt, die Interpretationen in viele Richtungen zulässt. Meist offenbart sich erst auf den zweiten Blick eine tieferliegende Ebene.